Das Gräfengericht in Semd

Die Semder und ihre Nachbarn
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Ein Beitrag zur 700-Jahr-Feier
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Die Semder

Die Semder feiern dieses Jahr (gemeint ist das Jahr 2012) die Ersterwähnung ihres Dorfes vor 700 Jahren. Wie man unsere Nachbarn kennt, wird es ein großes Fest mit vielen Höhepunkten geben. Denn eines konnten sie schon immer: die Feste feiern, wie sie fallen.  Legendär sind Kerb und Fastnacht, aber auch andere Höhepunkte im dörflichen Leben, die sie mit viel Engagement und dem eigenen Semder Lokalkolorit gestalten. Wir werden auch im Festjahr sicherlich interessante Einblicke in die abwechslungsreiche Semder Geschichte erhalten.  

Man kann sich fragen: Sind die Semder  etwas Besonderes? Wie ist denn ihr Verhältnis zur Umstadt? Ein Anhängsel sind sie jedenfalls nicht. Eher ein eigenes Völkchen, unternehmungslustig und betriebsam. Allerdings klagten die Umstädter in einem Ratsprotokoll von 1642,  die Semder seien „faule Leute“, die nur „müßig in hiesiger Stadt“ säßen. Aber das war während der schlimmen Zeit des dreißigjährigen Kriegs, die viele Menschen in die Apathie getrieben hat.   

Semder Besonderheiten

In Semd wird dieses Jahr (2012) besonders intensiv der Vergangenheit gedacht. Ich will als alter Umstädter, der den Semdern sehr verbunden ist, hierzu einen kleinen Beitrag leisten und dabei der Frage nachgehen, ob es auch in früheren Zeiten solche Semder Besonderheiten gab.

Wer sich etwas in der Semder Geschichte auskennt, wird über diese Fragestellung vielleicht verwundert sein. Denn oberflächlich gesehen, gehörten die Semder von alters her wie viele andere Dörfer im Umland zur Cent  Umstadt. Sie waren sogar enger an Umstadt gebunden als etwa Habitzheim oder Wiebelsbach, weil sie zum „Oberamt Umstadt“ gehörten, zusammen mit Richen und Klein-Umstadt.

Aber es galt doch etwas Besonderes für sie. Während es für Richen und Klein-Umstadt im Salbuch von 1621 lapidar heißt, dass diese Orte „den beiden Herren mit Hoher und Nider Obrigkeit“ gehören, musste für Semd weiter ausgeholt werden. Es hieß:  Weil es  keine andere Gerichtsobrigkeit „denn beider Herrschaften“ habe außer dem „Kreffengericht, so der landgraff des Orts uff etzlichen güttern hatt“,  werde der Ort als der Herrschaften „angehör“ verstanden. Die Semder „geben auch nit allein Türckensteuer, sondern auch landtsteuer, undt müßen sich der Statt Umbstadt Siegel gebrauchen.“  Das Dorf  gehörte also nur mit einem gewissen Vorbehalt zum Amt Umstadt. Es ist auch bemerkenswert, dass die Semder gegenüber dem Amtsort Umstadt nicht mit Frondiensten  belastet waren im Unterschied zu den Klein-Umstädtern und den Richenern. Die hatten z.B. das Heu auf dem Abtsrod ab- und dürr zu machen und für die landgräfliche Kellerei Holz  zu spalten.  Außerdem mussten sie das Pfälzer Schloss säubern, „alle 8 oder 14 Tage die Frucht wenden, Zaunstecken machen und den Burggarten behegen.“  

Aber ganz ungeschoren blieben die Semder auch nicht. Sie hatten nach uralter Überlieferung jährlich zwei Eichbäume zur Burg Otzberg zu liefern, die sie auf die äußere Mauer der Festung legen mussten. Wir dürfen annehmen, dass diese Pflicht gegenüber den Pfälzern aus Zeiten stammt, als der Otzberg Schutz und Trutz für die umliegenden Dörfer war. Im 18. Jahrhundert war diese Fron allerdings in Vergessenheit geraten.

Verbindungen zu Dieburg  

Aber nicht nur zu den Pfälzern, sondern auch zu den Nachbarn im Westen – den mainzischen Dieburgern – bestanden Verbindungen, die allerdings von Streit geprägt waren. In alten Zeiten tagte im „Hehnes“ (es gibt verschiedene Schreibweisen), gelegen zwischen Semd und Dieburg,  das sog. Hehnesgericht. Das war ein Märkergericht, das über Streitigkeiten des vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebietes zu verhandeln hatte. Das Gericht  war mit 12 Schöffen besetzt, 8 davon aus Dieburg, 4 von Semd. Man tagte vor dem 30-jährigen Krieg unter freiem Himmel  „an einem gewissen Orth über dem großen ackergut, nechst dem Graben unter einem Birnbaum.“ Vielleicht können die Semder Heimatforscher, die sich an Ort und Stelle besser auskennen, einmal ermitteln, wo das ungefähr war. Später verlegte man den Gerichtsort unter Dach und Fach. Die Dieburger gingen in ihr „Unteres Rathaus“. Zunächst ließen sich die Semder überreden, auch dort zu Gericht zu sitzen. Das dauerte aber nicht lange, vor allem weil dort nicht im Namen der Umstädter Herrschaften Recht gesprochen werden durfte. 

 Die Semder versuchten dann eine Gerichtshaltung im eigenen Rathaus, die aber aus den gleichen Gründen scheiterte. Die Streitigkeiten um das Hehnes waren vielfältig. Es ging nicht nur um Acker- und Weiderechte, auch die Jagd war streitig und nicht zuletzt religiöse Belange, wenn es etwa darum ging, ob eine katholische Prozession über das Hehnes geführt werden durfte. Vielleicht bleibt einmal Zeit, hierzu noch Näheres zusammen zu tragen. Wir sehen jedenfalls: Die  Semder hatten zu ihren Nachbarn oft  streitbare Beziehungen, wobei wir übrigens das Verhältnis zu den Habitzheimern nicht vergessen sollten, mit denen es aus Gründen, die der Verfasser bei früherer Gelegenheit einmal geschildert hat, zu handfesten Schlägereien kam (Stichwort : Vortanz, Bannwein). 

 Was die Dieburger angeht, so bahnte sich sogar aus Anlass der Gebietsreform in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine engere Bindung an, die allerdings an den Dieburgern scheiterte, Von daher kann man sagen, dass die Semder seinerzeit  nur deshalb Umstädter geworden sind, weil die Dieburger sie nicht wollten.

Das Gräfengericht

Aber lassen wir das und wenden wir uns einer Institution zu, von der oben schon die Rede war und die neben dem sog. Petersgericht zu Petri Stuhlfeier (22. Februar), das wir hier übergehen wollen, den Semder Verhältnissen einen besonderen Stempel aufdrückte: das Grafengericht, auch Gräfengericht genannt. Dieses Gericht rührte von der Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen im Semder Gebiet her, an deren Stelle im Erbgang die Landgrafen von Hessen getreten waren.

Diese Gerichtsbarkeit kann man mindestens bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Sie ist natürlich noch älter. In einem alten Dorfgerichtsbuch, das nicht mehr erhalten ist, heißt es, dass das Gericht des Dorfs „Sempt in der Gemeinschaft Umstadt“ 1614 angefangen habe. Seinerzeit hätten zu Gericht gesessen

  • Ewalt Beckenhaup, beider Herrschaften Schultheiß
    (Er war der Vertreter des Dorfgerichts)
  • Adam Mohrhard, Grevenschultheiß 
    (Er war der Vertreter des Gräfengerichts)

und als Schöffen:  

  • Velten Gerlach
  • Rapp
  • Chuntz Jung, der Jung
  • Peter Metzler
  • Sixten Menges

Dorfgericht und Gräfengericht

Diese beiden Gerichtsarten waren also nicht unterschieden, so dass zwei Schultheißen dem Gericht vorsaßen. Das sollte noch zu mancherlei Streitigkeiten führen.  Allerdings bestand Einigkeit darüber, dass das Gräfengericht erheblich älter war als das bäuerliche Dorfgericht, das man auch  Hub-  oder Niedergericht nannte.

Weil die Semder „Gemeinde durch Gottes Segen  sehr gemehrt hat und starck worden“,  vereinbarten der pfälzische Keller Reinhard  Bachofen und sein hessischer Kollege Christoph  Wogesser, beide Gerichtsarten klarer voneinander zu trennen. Erst sollte regelmäßig das Hubgericht – besetzt mit Schultheiß und 8 Schöffen – im Namen beider Herrschaften tagen, am Tag danach das Gräfengericht, und zwar unter dem Vorsitz des Gräfenschultheißen, der nur im Namen des Landgrafen von Hessen-Darmstadt Recht sprechen durfte.  

Meistens verhandelte und protokollierte das Gericht „Währschaften“. Das sind Grundstücksgeschäfte, z.B. Verkäufe, Verpfändungen, Pacht usw.  Sie wurden in besondere Bücher eingetragen. Die Zuständigkeit der beiden Gerichts richtete sich nach der Lage der Grundstücke.

Für die Grundstücke, die zu der „Gräfengewanne“ gehörten, führte der Grafenschultheiß ein besonderes Währschaftsbuch, das er nicht im Rathaus, sondern in seiner  Wohnung aufbewahrte. Dort trug er alle protokollierten Geschäfte ein. Die Äcker hatten einen Umfang von etwa 450 Morgen. Die anfallenden Zinsen und Gebühren kamen nicht den gemeinschaftlichen Herrschaften von Umstadt zu, sondern alleine dem hessischen Landgrafen. Darüber hinaus hatte jeder „hintersaß“, der in der „besonders abgesteinten sogenannte Gräfengasse“ wohnte, „nach seinem Absterben sein Herdrecht zu thaidigen“. Damit waren bestimmte Abgaben gemeint, die sich der Höhe nach am „Besthaupt“ (dem besten Vieh im Stall) orientierte. Wir sehen: es ging neben herrschaftlichen Belangen vor allem um das Geld – und da hört bekanntlich die Freundschaft auf. 

Das Dorfgericht als Bußgericht 

Das Dorf- oder Hubgericht beider Herrschaften (damit waren Kurpfalz und Hessen-Darmstadt gemeint) hatte ausnahmsweise auch Bußsachen, also kleinere Delikte, zu entscheiden. Ein Auszug vom 21.11.1614 aus dem Dorfgerichtsbuch (das sich nicht erhalten hat) lautet:

Adam Mohrhard, „Grevenscholtes“,  zeigt Ewald Schneider an, er hätte auf seinem Rübenacker seine Magd eine Hure gescholten.

Der Spruch des Gerichts lautete: Ist erkannt, Ewald solls verbüßen.

Oder:

Adam Mohrhard, „Grevenscholtes“ zeigt den Hanß Zacheys an, der habe im Wirtshaus zu ihm gesagt: Komm her du Rübenscholtes. Wenn er und Hanß Storck ihn „lederweich“ schlagen sollten, so wollten sie dem Keller die Strafe gerne erlegen.


Das Gericht entschied: Weil Zacheys und Storck solches nicht geständig, so ist nach Anhörung von Zeugen erkannt worden, daß Hans Storck und Hans Zacheiß beiden Herrn verbüßen sollen.

Weil der Gräfenschultheiß fast ausschließlich über landwirtschaftlich genutzte Äcker zu verhandeln hatte, nannten ihn seine zahlreichen Feinde abschätzig: „Rübenschultheiß“.

Allerdings waren getrennte Tagung und Verhandlung beider Gerichte letztlich graue Theorie. Die Schöffen kannten sich in den juristischen Feinheiten nicht aus. Bald unterschieden sie nicht mehr genau, ob eine „Gräfensache“ zu verhandeln war oder ein Geschäft über den sonstigen Semder Grundbesitz. Die Unterschiede schwanden. Die Erinnerung an das Gräfengericht blieb allerdings erhalten.

Menges gegen Seybert

Es war aber wie immer: Nach einer Zeit der Ruhe brach der pfälzisch/hessische Konflikt wieder auf. Es brauchte nur ein geeigneter Anlass zu kommen. 1726 war es so weit, als der Dorf- und Gräfenschultheiß Johann Balthasar Menges den hessischen Beamten Diez in Umstadt bat, seinen Sohn Johann Heinrich Menges als „adjunctus“ (Gehilfen) beizuordnen. Der sei „des Rechnens und Schreibens wohlerfahren“ und kenne die „Beschaffenheit und Situation der Gräffengüter“. Die Darmstädter waren damit einverstanden und teilten am 15.Mai 1726 mit, dass Johann Heinrich Menges des „Gräffen-Schultheißen-Dienstes adjungiret (=ernannt)“ sei. 

Der junge Menges, der – anders als sein Vater – nichts mit dem Dorfgericht zu tun hatte, berief nun nach dem uralten Herkommen einen Tag nach dem „gemeinen Dorfgericht“ das Gräfengericht ein, zu dem der Lichtenberger Amtmann von Langsdorf für Hessen-Darmstadt erschien. Aber die Pfälzer hatten dies mitbekommen und widersprachen heftig. Ihr Beamter schalt den Menges einen „Coujon und Rüben-Schultheiß“, der nichts zu sagen habe. Es müsse dabei bleiben, dass nur eine Person die Ämter des  Dorf- und des Gräfenschultheißen wahrnehme. Die Gräfengüter seien lediglich in einem besonderen Buch zu verzeichnen.

Die Darmstädter hielten mit verzwickten juristischen Argumenten dagegen, die wir hier übergehen wollen.  Sie überzeugten jedenfalls die Pfälzer nicht, deren Favorit Johann Wilhelm Seybert war. Der wollte jetzt nicht nur Dorf-, sondern auch Gräfenschultheiß werden, was zur „Ausstoßung verschiedener Scheltworte“ gegen den Konkurrenten führte.

Es war so, wie wir das auch in der heutigen Politik kennen:  Es standen sich die „Parteien“ Menges und Seybert gegenüber. Der letztere hatte die besseren Karten, weil „mit ihm fast alle (Semder) verwandt sind.“ Wir sehen: Auch damals gab es schon Seilschaften, die den Ton angaben.  

Hessen-Darmstadt gegen Kurpfalz

Der hessische Beamte Schneider schob die ganze Schuld auf Menges. Der habe nichts verstanden und – nomen est omen – beide Gerichtsarten vermengt, ohne auf die besonderen hessen-darmstädtischen Rechte zu achten. Alles dies mag uns heute vergleichsweise läppisch vorkommen. Aber die hohen Herrschaften konnten sich damals schwerlich etwas Schlimmeres vorstellen als ein gerichtliches Urteil ohne Nennung ihres Namens.  Deshalb machten sich die Darmstädter Regierungsräte Gedanken, wie dem pfälzischen „Attenthat“ zu begegnen sei. Da die ganzen Streitereien von der Benennung des „adjunctus“ herrührten, entschied Landgraf Ernst Ludwig am 27.2.1730. dass das „Gräffengericht gehalten und gehegt werden soll nicht vom adjuncto“, sondern von alten, noch in Pflichten stehenden Gräfenschultheiß, „in meinem alleinigen Namen.“

Schon einen Monat später versuchte man, dies in die Tat umzusetzen.  Als der Gerichtstag von Lichtenberg aus angesetzt war, machte sich deren Amtmann Langsdorf auf den Weg nach Semd. Er konnte aber den Ort angeblich „wegen  großen gewässers“ nicht erreichen. Wahrscheinlich war es aber so, dass er es mit der Angst zu tun bekam, weil die Pfälzer Wind von der Sache bekommen hatten und jedem, der am Gericht teilnehmen wollte, eine Strafe von 100 Rthlr. androhten. Vergeblich befahl Menges dem Bürgermeister, „mit der Glocke die Gemeinde einzuziehen“. Dazu muss man wissen, dass Gericht nur gehalten werden durfte, wenn zuvor die Kirchenglocke mit einem besonderen Geläute die Leute zusammenrief.

Als der Bürgermeister es ablehnte zu läuten, kam es zu einer weiteren Eskalation: der Lehrjunge des Bäckers Menges drang „gewalttätigerweise in die gemeinschaftliche Kirche in Semd“ ein, um mit der „Klocke das Sturmzeichen zum 3ten mal zur convocation der Gemeinde“ zu geben. Es war einen Versuch wert, nützte aber nichts. Die Bürger, die zu Seybert hielten, blieben zu Hause

Die nächste Instanz: das Oberamt Umstadt

Nun ging es an das Oberamt Umstadt. Dort fanden endlose Verhöre Semder Bürgern statt, die sich allerdings in den juristischen Spitzfindigkeiten bis auf den 80-jährigen Conrad Vogel überhaupt nicht auskannten. Nach Abschluss war man so klug wie zuvor.

Immerhin kam man überein, die höchsten Instanzen in Darmstadt und Mannheim einzuschalten.   Am 30.9.1730 erschienen in Semd der kurpfälzische Regierungsrat von Pardon und sein Darmstädter Kollege von Steck. Sie sahen die alten Akten ein, vor allem das „Hausbuch von Johann Adam Mohrhard“, des ersten bekannten Gräfenschultheißen. Sie verhörten Zeugen, darunter Conrad Vogel, den herrschaftlichen Förster Johann Wendel Karn (80 Jahre), Hanß Georg Georg (65 Jahre), Johann Henrich Georg (56 Jahre) u.a.

Aber es war wie fast immer: Wenn die eine Seite einen Schlussstrich ziehen wollte, war die andere dagegen. So auch hier: die Hessen rügten die „Ermangelung einer finalen Resolution“, womit eine Entscheidung von höchster Stelle in Darmstadt gemeint war. Regierungsrat von Steck war schon abgereist, der hessische Amtsverweser Schneider war „wegen Unpäßlichkeit“ überhaupt nicht erschienen. Auch aus Lichtenberg war niemand da. Diejenigen, die zugegen waren, hatten nichts zu sagen.

Das Ende

Wir wollen hier ein Ende machen, um die Sache nicht ausufern zu lassen. Nur so viel sei gesagt: Der Streit war noch lange nicht beendet. Herrschaftliche Befehle und Gegenbefehle verwirrten die Semder. Es kam so weit, dass eines Nachts vom 0tzberg  her 20 Pfälzer Soldaten in Semd einfielen und „mobilien“ pfändeten, u.a. beim Gräfenschultheiß Menges und Gerichtsschreiber Mohrhard. Sie entführten Korn, Hafer, Wein u.ä. mit einem „wohlbespanntem Wagen“.  Es dauerte nicht lange, bis die Darmstädter zur „Gegenpfändung“ schritten und eine bewaffnete Truppe  von Roßdorf nach Semd entsandten, die sich bei den Seybert-Anhängern bediente. Der Streit  hatte erst dann ein Ende, als Semd 1803 insgesamt zu Hessen  kam. Jetzt gab es kein Gräfengericht mehr.

Was hier geschildert wurde, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der wechselvollen, sehr interessanten  Semder Ortsgeschichte, die es verdient, weiter erforscht zu werden.